Resonanz
Resonanz ist das Projekt, bei dem sich Klassik und Urbanität treffen, Macher sich über Grenzen hinweg bewegen und die Grenzregion Limburg-NRW ihren eigenen kulturellen Sound findet. Kein reines Nebeneinander. Echter Kontakt, echte Reibung, echtes Neues. Am 1. Juni 2026 wird der Startschuss fallen. Drei Jahre lang werden Maaspoort und 11 Partner etwas aufbauen, was es noch nicht gab: eine Grenzregion, die sich selbst gehört. Resonanz, wo Macher Grenzen verschieben und Zukünfte Gestalt annehmen.
Säule 1: Talententwicklung
Man muss nicht nach Amsterdam oder Berlin fahren, um etwas zu erreichen. Resonanz bietet jungen Künstlern im Alter von 16 bis 35 Jahren Raum, Coaching und Bühnen, hier, in der Region. Zwei jährliche Wettbewerbe, sechs Meisterkurse und ein Budget für die künstlerische Entwicklung sorgen dafür, dass die persönliche Entwicklung nicht davon abhängt, wo man gerade geboren ist. Eine der ersten Strecken beginnt bereits in diesem Frühjahr: der Viva Classic Vocal Contest 2026 mit dem Halbfinale am 22. Juni in der Deutschen Oper am Rhein und dem Finale mit Orchester am 30. August im Domani Venlo. Parallel dazu finden Coachings, Meisterkurse und Showcases für Impresarios statt. Mehr als 1 500 Künstler werden die Chance bekommen, die sie verdienen.
Säule 2: Ko-Kreation und Experimentieren
In vier Städten eröffnen wir Open Spaces, in denen Macher wöchentlich zusammenkommen, um zu experimentieren, aufeinander zu treffen und etwas Neues zu schaffen. Keine Präsentation fertiger Ideen, sondern Arbeit in der Schwebe. Sängerinnen und Sänger neben Beatmakern. Choreographen neben Opernregisseuren. Sechs Crossover-Labors geben den Machern Zeit und Ressourcen für echte Innovation. Und in fünf Ausgaben von Resonanz on Stage präsentieren wir Doppelvorstellungen auf beiden Seiten der Grenze, bei denen die Arbeiten aus den Labs zum ersten Mal ans Licht kommen. Aus dieser unangenehmen Begegnung entsteht etwas, das man nicht planen kann.
Säule 3: Großproduktionen
Resonanz gipfelt in drei großen Produktionen, die die Region erschüttern.
In seinem ersten Jahr, Urban meets Opera (2026-2027), zieht urban ins Theater ein. Das Flaggschiff ist Samurai X, inspiriert von Akira Kurosawas Sieben Samurai. Urbaner Tanz, Kampfsport, Live-Musik und Oper treffen auf eine Frage, der niemand ausweichen kann: Für welche Werte stehst du? Die künstlerische Leitung liegt bei Takao Baba und Mischa Tangian. Die Proben beginnen im Juni 2026, Premiere ist am 26. September 2026 in Düsseldorf.
Im zweiten Jahr, Opera meets Urban (2027-2028), geht die Oper auf die Straße. Eine Skatepark-Tournee bringt klassische Gesangstalente an Orte, an die sie normalerweise nicht kommen. Klassik macht sich selbständig, Urbanes wird klassisch.
Und 2028 verschmilzt alles in Urban Opera (2028-2029): eine neue Form, die aus drei Jahren des Experimentierens entstanden ist. Mehr als 20.000 Besucher, vom Skater bis zum Opernfan, kommen, um zu sehen, was entsteht, wenn man nichts ausschließt.
Säule 4: Geschichtenerzählen und Wissensaustausch
Was wir machen, erzählen wir auch. Von kurzen Videos bis hin zu immersiven Arbeiten wird die Technologie zum Träger für neue Geschichten, die die Region einer neuen Generation näher bringen. Ein Auftakt- und ein Abschlusssymposium zeigen, was funktioniert und was nicht, damit Resonanz auch nach 2029 noch in den Sälen, Schulen und Gemeinden zu hören ist.
"Die gegenseitige Befruchtung schafft eine neue kulturelle Sprache, die Kulturschaffende, Institutionen und Publikum miteinander verbindet." Leon Thommassen, Direktor-Direktor Maaspoort
Die Macher von Resonanz
Resonanz gibt es, weil sich fünf Kernpartner aus Limburg und Nordrhein-Westfalen gefunden haben. Nicht in einem Besprechungsraum, sondern in der Praxis, auf Bühnen und in Proberäumen auf beiden Seiten der Grenze.
Maaspoort ist Ideengeber und treibende Kraft. Das Venloer Kulturhaus glaubt an eines: Hier kann man es machen. Diese Überzeugung treibt Resonanz an. Maaspoort öffnet die Türen, bringt die Beteiligten zusammen und sorgt dafür, dass die Macher den Raum bekommen, den sie brauchen, um wirklich etwas zu wagen.
D'Haus Junges Schauspiel bringt aus Düsseldorf einen radikalen Glauben an das Theater als Ort für gesellschaftliche Fragen mit. Jung, eindringlich und ohne Umwege. Stefan Fischer-Fels und sein Team verstehen es, eine neue Generation von Zuschauern anzusprechen, die nicht auf das Gewohnte wartet.
House of Movement, gegründet von Mona Buschhaus in Mönchengladbach, ist die Heimat des urbanen Tanzes in der Region. Bewegung als Sprache, der Körper als Instrument. "In der Reibung liegt die Energie", sagt Buschhaus. "Oper und Urbanität prallen aufeinander, und genau dort entsteht etwas Neues."
New Heroes Next Level mit Sitz in Roermond arbeitet an einem Theater, das junge Menschen nicht übersieht, sondern sie in den Mittelpunkt stellt. Der künstlerische Leiter Jose Verhaegh: "Resonanz ist mehr als nur Kunst. Es ist eine Investition in die neue Generation in der Grenzregion"
Viva Classic Live mit Sitz in Venlo holt die klassische Musik aus dem Konzertsaal und stellt junge Gesangstalente in den Mittelpunkt. Gründer Sef Thissen bringt es auf den Punkt: "Oper gehört nicht nur ins Theater. Mit Resonanz bringen wir die Kunst auf die Straße und zeigen, dass sich Klassik und Urbanität gegenseitig beflügeln."
Um sie herum gibt es sieben assoziierte Partner, die das Ökosystem stärken: Street Culture Venlo, Theater de Oranjerie (Roermond), Opera Zuid und Via Zuid (Maastricht), Oper am Rhein (Düsseldorf und Duisburg), tanzhaus nrw (Düsseldorf) und Urbanatix (Bochum). Zusammen bilden sie kein Netzwerk. Sie bilden ein Ökosystem, das die Euroregion Rhein-Maas-Nord auf die kulturelle Landkarte setzt.
Resonanz wird ermöglicht durch das Interreg VI-A Programm Deutschland-Nederland, kofinanziert von der Europäischen Union, der Provinz Limburg und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Enthusiastisch? Eine Idee? Eine Schnittstelle? Mailen Sie Sikko Cleveringa, Projektleiter von Resonanz, an s.cleveringa@maaspoort.nl. Er freut sich, mit Ihnen mitzudenken.